Im Januar 2021 stellt sich bei uns vor: 

           
   
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Robert Hecht
 

Genre:

Fotografie - Portrait, Akt, Landschaft, Street

 
   

Motto:

Die größte Herausforderung ist, das Foto, das man später aussortiert, gar nicht erst zu machen.

 
   

Geboren:

1967 in Köln

 
   

MKV Auftritte:

2006, 2008, 2015

 
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Vom Bild zum Hobby

Mein Weg zur Fotografie begann beim Produkt – dem Foto. Ich habe schon als Kind die Arbeiten berühmter Fotografen bewundert. Mit 20 habe ich mir eine erste analoge Spiegelreflex Kamera geleistet und lange Zeit habe ich damit fotografiert wie es wohl viele tun: auf Feten, im Urlaub und bei besonderen Anlässen. Ohne auf Bildaufbau, Tiefenschärfe oder Abbildungsqualität zu achten geschweige denn mit künstlerischem Anspruch ging es einfach darum, zu dokumentieren oder Schnappschüsse zu machen.

Zehn Jahre später habe ich begonnen, mehr Anspruch an die eigenen Bilder zu stellen. Fotostrecken, die ich von meinen Reisen mitbrachte, weckten das Interesse von Freunden. Das führte zu ersten Diavorträgen mit 20 - 50 Besuchern. Ansporn aus dem Freundes- und Kollegenkreis ermutigte mich schließlich, es auch mit der Disziplin „Portrait und Akt“ zu versuchen – ein Genre, das mich schon lange fasziniert hatte, an das ich mich aber bis dato nicht heran getraut hatte. Das Arbeiten mit Modellen - ob aus dem Freundeskreis rekrutiert oder über Agenturen für ein Honorar engagiert - empfinde ich bis heute als extrem spannend und kreativ. In so ein Shooting gehe ich immer mit einer Liste von Bildideen hinein, die ich vorab mit dem Modell teile. Der Begriff "Moodboard" hat sich dafür etabliert. Man legt über einige Beispielbilder den Stil, die Aussage und die Stimmung der angestrebten Fotos fest. Während des Termins entwickeln wir dann gemeinsam mit Kleidung, Location, Lichteinfall, ... an den Ideen herum und nähern uns dem optimalen Ergebnis. Man könnte sagen, das war meine erste Begegnung mit agiler Vorgehensweise, bevor ich das Agile Manifest in der Software Entwicklung kennenlernte, das mich seitdem beruflich begleitet.

Mittlerweile habe ich mit meinen Bildern mehrere Ausstellungen bestritten. Das brachte mir außer interessantem und positivem Feedback auch ein paar verkaufte Abzüge ein. Die Fotografie ist für mich eine Möglichkeit vom Alltag abzuschalten und mich zu erholen. Wenn ich mich in der Landschaft auf die Motivsuche konzentriere, gewinne ich großen Abstand zu beruflicher Anspannung. Meine Modelle bezeichnen Fotosessions mit mir oft als eine Art kleinen Urlaub – das freut mich natürlich sehr und ich hoffe, dass man es einigen Bildern auch ansieht.

Fototermine zu den Themen Akt und Portrait sind immer Highlights dieses Hobbys. Die Kombination aus der Arbeit mit Menschen und dem Schaffen ästhetischer und interessanter, vielleicht außergewöhnlicher Bilder ist sehr reizvoll. Oft sind daraus schon mehrjährige Phasen der Zusammenarbeit entstanden. Einige Portraits sowie eine Handvoll Baum-Aufnahmen aus dem Urwald Sababurg gehören neben ein paar gelungenen Aktaufnahmen zu meinen Favoriten aus dem eigenen Fotoarchiv.

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Herausforderungen

Das Fotografieren und das anschließende Arbeiten mit den Negativen in der Dunkelkammer oder am Computer erlebe ich als ständige Herausforderung und Bereicherung. Ich lerne bei jedem Fototermin und bei jeder Nachbearbeitung dazu und freue mich, wenn ich wieder einen kleinen Schritt in Richtung technischer Qualität oder eindeutiger Bildaussage machen konnte.

Auf Ausflügen und Reisen versuche ich über das Dokumentieren hinaus mit außergewöhnlichen Blickwinkeln Architektur, Landschaften und Menschen fotografisch interessant festzuhalten. Dabei steht - genau wie bei meinen Portraits oder Akten - immer der ästhetische Eindruck im Vordergrund. Ich möchte nicht provozieren oder Hässliches dokumentieren. Mein Ziel ist es, Schönheit und Ästhetik auf den Film – oder inzwischen auf den Bildsensor - zu bannen. Die Fotografie ist eine Art der Interpretation des Gesehenen. Ein Foto ist nie objektiv sondern spiegelt immer eine individuelle Sichtweise wieder. Es freut mich immer, mit einem Foto eine Aussage zu treffen oder eine überraschende Perspektive festzuhalten, die beim Betrachter einen „Aha“-Effekt auslöst.

Ein schönes Zitat aus „Der Club der toten Dichter“ ist: „Sei in Deinem Tun ein Gott!“. Das ist vielleicht ein wenig hoch gegriffen. Es steckt aber etwas Wahres darin: Egal, ob man gerne Blumen, Architektur, Astronomie, Menschen, Tiere, Insekten oder Wassertropfen fotografiert. Bringt man sein Tun zur Perfektion, können Bilder die Betrachter fesseln. „Den“ guten Fotografen gibt es m.E. nicht. Ein exzellenter Naturfotograf muss völlig andere Eigenschaften mitbringen als ein hervorragender Portraiteur oder ein erfolgreicher Sportfotograf. Der erste braucht viel Geduld, der zweite Einfühlungsvermögen, der dritte vielleicht Geschwindigkeit und Spontanität. Im Genre "Street Photography" ist ein beinahe hellseherisches Gespür für Situationen und das Zusammentreffen von Ereignissen gefragt. Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es aber doch. Das Gefühl für den richtigen Augenblick, das Wissen über die Wirkung eines Bildaufbaus und die Kenntnis über die Fähigkeiten und Grenzen der Ausrüstung sind in allen fotografischen Disziplinen notwendig. Hier zahlt sich ein Mix aus eigener Erfahrung und theoretischem Wissen aus.

Eine der größten Herausforderungen in der Fotografie stellt für mich die Aufgabe dar, diejenigen Bilder, die man anschließend am PC oder auf dem Kontaktabzug aussortiert, gar nicht erst zu machen.

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Heute und morgen - wie geht es weiter?

Seit einiger Zeit konzentriere ich mich auf drei Arten Fotografie. Mit einer guten "immer-dabei-Kamera", die in eine Jackentasche passt, dokumentiere ich spontane Szenen auf Reisen, Radtouren (ca. 5000km im Jahr) oder Wanderungen. Meine Spiegelreflex Ausrüstung nehme ich nur mit, wenn es mir explizit ums Fotografieren geht oder wenn ich Ergebnisse anschließend auf große Formate drucken möchte. Natürlich laufe auch ich beinahe ständig mit einem Smartphone herum, das es erlaubt jederzeit dokumentarische Bilder zu schießen.

Im Bereich der Personenfotografie möchte ich mich in nächster Zeit wieder mehr mit dem Thema Portrait beschäftigen. Es wartet eine ganze Sammlung von Ideen auf ihre Umsetzung. Wer neugierig auf mehr ist, findet auf meinen beiden Webseiten immer mal neue Bilder von mir. Hecht-Foto und Karpfenteich.

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