15 Jahre MKV

Wie alles begann: Vereinsgründung Mai 2005 – Ausstellungen ab 2006

Frechen, Breite Straße Nr. 5 - die kleine Zweizimmerwohnung bekommt einen neuen Zweck.

Es gibt viele Gründe einen Verein zu gründen: gemeinsame Notlagen, Engagement für Menschen, die Hilfe bedürfen und anderes mehr. Die kleine Gruppe von Kollegen und Freunden der zukünftigen 1.Vorsitzenden (Regine Kron) hatten gemeinsam an Samstagen gemalt und sich über Kunst ausgetauscht und irgendwann war die Idee da, etwas Kleines aber Feines, für die Frechener Bürger*innen anzubieten: Einen Raum für semiprofessionelle Kunstschaffende. Dort im kleinen „Wohnzimmer“ sollten Besucher und Kunstschaffende miteinander in Kontakt kommen und sich austauschen können. Das Miteinander sollte familiär und ohne Profitgedanken gestaltet werden. Jeder sollte mitmachen können; ohne dass Alter oder Nationalität eine Rolle spielt. So konnten auch Kinder und Senioren hier ausstellten. Etablierte, große Kunstanbieter gab es schon, aber der Mini-Kunst-Ort war etwas Neues. Der Arbeitstitel „MiniKulturVerein“ blieb dem Verein treu, da sich kein anderer treffender Namen fand. Tatsächlich passt der Name: Es sind zwei kleine Räume mit einem ebenfalls kleinem Hinterhof und die Formate aller Veranstaltungen sind klein = mini. Auch die gereichten Canapés sind klein, aber lecker

undefined undefined undefined

Bis die kleine Wohnung renoviert und für Ausstellungen umgestaltet war verging fast ein Jahr. Im Mai 2006 fand dann die erste Ausstellung mit sehr viel Erfolg statt. Robert Hecht (Aachen) zeigte seine Natur-Fotografien und einige seiner Schwarz-Weiß-Fotos fanden einen neuen Besitzer. Ein guter Start, da auch die regionale Presse einen positiven Artikel veröffentlichte (siehe "Der Verein").

2005 ... 2020 - wie die Zeit vergeht ...

Nun schreiben wir 2020 und in den vergangenen 15 Jahren fanden pro Jahr 10 bis 13 Veranstaltungen statt. Durch die Kontakte und Ideen der Mitglieder*innen entstanden immer abwechslungsreichere Programme. Das Spektrum umfasst Ausstellungen von Malerei, Fotografie, Skulpturen und Objekten aus Metall, Ton, Holz, Papier, Stoff, Leder. Sogar Kunst aus Recycling-Material fand Anklang bei den Besuchern und hat sicher den ein oder anderen motiviert, nicht alles in den Müll zu geben, sondern es einem anderem Zweck zuzuführen. Hinzu kamen Reiseberichte, Vorträge und Lesungen. Auch musikalische Events mit Lieder- und Song-Singern waren im Programm. Sogar kleine Bands traten hier auf. Manchmal platzten die Räume fast aus allen Nähten und manchmal war die Besucherzahl überschaubar. Besonders die Roman- und Gedichtschreiber*innen hatten es schwer ein interessiertes Publikum zu finden. Neue Elemente, wie musikalische Begleitung oder auch eine parallel laufende Ausstellung machten aus der Mode gekommene Formate wieder für Besucher interessant. Faszinierende Märchenerzählerinnen und professionelle Vortragende ergänzen die Riege der Hobbyisten. Auch kleine Kurse fanden ihre ausprobierfreudigen Teilnehmer*innen. Es wurde das richtige Schminken gelernt, Ketten selbst gebastelt und neue Entspannungs- und Bewegungsformen ausprobiert.

Dieser Artikel würde sehr lang, wenn alle Veranstaltungen vorgestellt würden und deshalb soll dieser kleine Rückblick reichen. In unserem Archiv und den gesammelten Presseartikeln können Sie noch mehr über die Veranstaltungen lesen.

Unsere Räume in Aktion:

undefined

Ausstellung Thomas Weiers

Artikelautorin: Regine Kron / 1. Vorsitzende / 08.11.2020