Im November 2021 stellt sich bei uns vor:

           
 
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Anne Otten-Anspach
 

Genre:

Papiercollage, Papierkunst, Malerei

 
   

Motto:

PAPIER-COLLAGE-TÜTE-KUNST

 
   

Geboren:

ja.

 
   

MKV Auftritte:

2017, 2020

 
Hier klicken, um mehr über die Künstlerin zu erfahren

Warum nicht Kunst im Netz?

Im Laufe des letzten Jahres erging es mir, durch die Pandemie, wie vielen anderen. Der von mir für den 04.12.2020 geplante Vortrag im Minikulturverein in Frechen (MKV) fiel aus.

Meine Freundin Regine Kron hat diesen wunderbaren Raum geschaffen, damit Künstlerinnen und Künstler hier ihre kreativen Werke zeigen können. Im Lockdown war es naheliegend, Kunst über den Minikulturverein im Netz zu zeigen.

Jetzt, im April 2021, bebildern Fotos von meinen Collagen den ausgefallenen Vortrag und ich kann ihn digital mit anderen teilen.
Viele Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, haben immer wieder Anteil an meinem Schaffensprozess genommen, mich angeregt und inspiriert, ermutigt und unterstützt. All dies ist in meine Arbeit eingeflossen und hat sie bereichert. An dieser Stelle möchte ich mich dafür herzlich bedanken.

Galerie 1

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Auszüge aus meinem Vortrag für den 04.12.2020 im Minikulturverein

PAPIER-COLLAGE-TÜTE-KUNST

Wie sich die og. Themen in den letzten Jahren immer mehr miteinander verbunden haben, ist Thema dieses Vortrags.
Als erstes wende ich mich kurz dem Thema Papier zu, der Faszinantion die von diesem Material ausgeht.
Dann zeige ich etwas über den spannenden Prozess von der Collage über meine autodidaktischen Kunststudien, hin zur Tüten- und Papierkunst.
Als ich begann Geschenktüten aus alten Kalenderbildern zu fertigen, war es nur ein kleiner Schritt, auch meine Collagen auf Tüten darzustellen. Dabei merkte ich schnell, mit dieser Idee, Kunst auf Tüten zu zeigen, bin ich nicht alleine. Ich machte interessante Entdeckungen in der Welt der Tütenkunst. Und natürlich ließ mich auch die Papierkunst nicht kalt und ich tauchte tiefer darin ein.
So verbanden sich die Themen immer mehr miteinander.

P A P I E R Das Papier ist ein 2000 Jahre altes Kulturgut. Heute, im Alltag, ein vertrauter Begleiter und praktisches Utensil für viele Gelegenheiten. Manchmal wird es zum kostbaren Schatz, z.B. wenn wir (auch heute gelegentlich noch) Karten oder Briefe voller schöner Wortgeschenke schreiben.

C O L L A G E N Schon 1996 habe ich mich mit Papiercollagen beschäftigt und u.a. einen Kurs bei der Dürener Künstlerin Ursula Sonntag belegt.

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Als ich in Rente ging, lebte dieses Interesse wieder auf. Für meine Collagen benutze ich ausschließlich Papier. Nicht die Farbe ist mein Gestatungsmittel, sondern vorgefundenes und gesammeltes buntes Papier. Ich finde es in der massenmedialen Bilderwelt von bunten Magazinen, in Hochglanzbroschüren und Werbematerial. Diese Farben- und Formenvielfalt zieht mich magisch an. Oft sind diese Produkte selbst schon kunstvoll komponiert, sowie mit Phantasie und Kreativität geschaffen worden.

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Wenn ich Collagen entwickele, folge ich keiner vorgegebenen Regel. Es entsteht ein innerer Dialog mit dem Material und ein Prozess, der sich intuitiv, spontan und zufällig vollzieht. In meinem Gestaltungsprozess bediene ich mich der ursprünglichen Motive, zerstöre sie aber und lasse meine eigene Bilderwelt entstehen. Diese setze ich, wenn man so will, der massenmedialen Bilderflut entgegen. Papierausschnitte kombiniere ich und verschiebe sie, bis das Bild meinen Vorstellungen entspricht. Dieser Vorgang entzieht sich einem logischen oder rationalen Vorgehen. Er ist voller Überraschungen.

Beispielhaft sehen Sie diesen Entstehungsprozess an den Bildern „Herzenswärme“ und „Blume. Die Themen hatte ich zwar festgelegt, aber die Bilder entwickelten sich intuitiv und zufällig. Bei der Entwicklung der „Blume“ klebte ich die Hand der Frau mit Blüte spontan in die Blumenmitte. Interessant ist, dass sie jetzt nicht mehr als Hand wahrgenommen wird, sondern die Blume vervollständigt. Es ist etwas Neues und Eigenständiges entstanden. Erst wenn man dies weiß und bewusst hinsieht, aus welchen Einzelteilen eine Collage besteht, kann das Ausgangsmaterial wieder getrennt wahrgenommen werden. Dieser Effekt macht für mich den Reiz aus. Das zufällige Zusammentreffen verschiedener Motive, Farben und Formen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun haben, lassen neue phantasievolle Bilder entstehen. Zufall und Inspiration sind Mitgestalter und begleiten mich bei meiner Arbeit.

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Meine Herzcollagen zeigte ich 2017 im Minikulturverein in der Ausstellung

P A P E R (HE) A R T A N D M O R E

Collage

ist Raum und Zeit / für den Zufall / für Zugriff und Eingriff.
Im Greifen / sehe und begreife ich.
Colllage ist Baustelle / sie baut sich aus Stellen / von Stellen / an Ort und Stelle.
Sie ist verortet / in Augenwinkel und Randgebieten / am Saum der Berge / aus Teilchen und Tisch.
Collage ist / ein ewiges Suchen / und Finden / wie gefunden werden / fiebrig in Stunden /
langer Abwesenheit / sehend anwesend sein.
Als Wesen des kostbar Einfachen / ist Collage ein Schneiden / im Universum der Farbe /
der Fäche und Linie / der Form und der Sprache./
Collage ist sehen / und denken / und Sein.
Gesammelt ist sie: / Meer und Wein.
Sara F. Levin

T Ü T E N Nach der Ausstellung begann ich mit autodidaktischen Kunststudien. Ich vertiefte vor allem die Themen Bildkomposition und Farbenlehre. Mit dem Gelernten experimentierte ich mit meinen Collagen. Zwischendurch machte ich „einen Ausflug“ zum Falten von Geschenktüten aus alten Kunstkalendern. Danach war der Weg nicht mehr weit, auch aus meinen Collagen Tüten zu fertigen.

Sammung von selbstgebastelten Papiertüten aus Kunstkalendern

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Wie aus meinen Collagen Tüten wurden

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Dachte ich anfangs, ich wäre mit meiner Idee, Kunst auf Tüten zu zeigen allein, (was für ein Irrtum!), so fand ich schnell heraus, dass die Tüte vielen Künstlern als Bildträger dient oder zur Kunstaktion anregt. So war auch die Pastiktüte als Werbeträger, lange vor ihrer Abschaffung, von Designern oft sehr kunstvoll gestaltet. Zur Historie, Kunst – und Kulturgeschichte der Tüte mehr und Spannendes in meinem Originalvortrag.

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P A P I E R K U N S T Durch meine Papierarbeiten fand ich Zugang zur Papierkunst.
Sowohl Düren als auch Bergisch-Gladbach sind Standorte der Papierindustrie mit langer Tradition. In beiden Städten ist die Papierkunst verortet und in interessanten Ausstellungen zu erkunden.

Spektakulär waren die international bekannten Papierbiennalen in Düren von 1986 – 2005. Am 09.09.2018 eröffnete das neue Papiermuseum. Einmal jährlich sind in Schloss Burgau die Werke von Papierkünstler zu bestaunen. In Bergisch-Gladbach war 2020 eine umfangreiche Schau zur Papierkunst zu sehen.

Papier ist in der Kunst zu einem eigenen Gestaltungsmittel geworden. Schon länger dient es nicht nur der Malerei als passiver Untergrund. In vielerlei Gestalt, z.B. mit der Pupe, drücken sich Künstlerinnen und Künster damit in ihren phantasievollen und kreativen Arbeiten aus. Auch zur Papierkunsts mehr, wenn alles wieder life möglich ist.

An dieser Stelle beende ich meinen digitalen Vortrag. Es bleibt nur zu hoffen, dass die herausfordernde Zeit ein Ende findet, dass Kunst und Kultur mit ihrem großen Reichtum, wieder den Raum hat, den sie braucht, um sichtbar und unmittelbar erlebbar zu sein.

Galerie 2

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